Kardanketten-
Förderer.

TECHNISCHE BESCHREIBUNG DER KOMPONENTEN

KardankettenFörderer.

TECHNISCHE BESCHREIBUNG DER KOMPONENTEN

Unsere Power-and-Free-Fördersysteme setzen sich nach dem Baukastenprinzip aus bewährten und hochwertigen Komponenten zusammen, die bedarfsgerecht auf Ihren Einsatzfall abgestimmt werden.

Kardankette

Die Kardankette ist das Zugmittel des Power-and-Free-Systems und bildet das Herzstück der Förderanlage. Sie ist besonders robust, wartungsarm und für eine hohe Lebensdauer ausgelegt.

Die Kardankette besteht aus Führungsgliedern zur Kettenführung und Lastgliedern zur Mitnahme des Laufwagenzuges bzw. zur Aufnahme eines Lastaufnahmemittels. Die kardanischen Blockglieder zur horizontalen und vertikalen Kettenführung sind mit wartungsfreien Metall-Kunststoff-Verbundbuchsen ausgestattet.

Technische Daten

  • Kettenlasche: C45
  • Rollen: 100Cr6 mit Härtegrad 50 HRC
  • Mitnehmer: GGG 40

Temparaturbereiche

  • bis max. 150 °C: Füllung mit Staburags-Fett
  • bis max. 250 °C: Füllung mit Barrierta-Fett

Antriebsstation

Die Antriebsstation treibt die Kardankette mittels einer Schleppkette an.

Technische Daten

  • Leistung zwischen 0,75 kW und 2 kW entsprechend der Auslegung im Kettenkreis
  • Motor wahlweise mit Frequenzregelung zur stufenlosen Einstellung der Geschwindigkeit oder als Standardmotor mit zwei festen Geschwindigkeiten

Sicherheit

Rutschkupplung zur mechanischen Überlastbegrenzung

Spannstation

Die Spannstation dient der Vorspannung der Förderkette.

Ausführung

  • zwei Spannvorrichtungen mit innen liegenden Druckfedersäulen
  • Verbindungsträger für eine parallele Führung

Technische Daten

  • Spannweg: max. 300 mm
  • Umlenkung: 180°

Power-and-Free-Schiene

Die Schiene besteht aus einer Power-Schiene zur Aufnahme und Führung der Kardankette sowie einer Free-Schiene zur Aufnahme und Führung der Laufwagenzüge. Die Schienen sind miteinander durch Flanschbleche verbunden.

Technische Daten

  • Materialgüte: QSTE 380/li>
  • max. Länge der Einzelschienen: 6000 mm

Power-and-Free-Bogen, horizontal

Der Horizontal-Bogen ermöglicht die Kurvenfahrt eines Laufwagenzuges. Er besteht aus gebogenen Schienenhälften, die über Flanschbleche miteinander verbunden sind.

Standard-Abmessungen

  • Radius: 800 mm, 1000 mm und 1200 mm
  • Winkel: von 15° bis 90° in Schritten von 15°

Sonder-Abmessungen sind möglich.

Power-and-Free-Steigstrecke

Der Einsatz einer Steigstrecke ist die kostengünstige Alternative zur Hubstation und erlaubt einen kontinuierlichen Materialfluss. Radius und Steigungswinkel werden projektbezogen festgelegt.

Sicherheit

In den Steigstrecken sind zur Absicherung mechanische Rücklaufsperren angebracht, die das Zurückrollen des Laufwagenzuges verhindern.

Power-and-Free-Gefällestrecke

Der Einsatz einer Gefällestrecke ist die kostengünstige Alternative zur Hubstation und erlaubt einen kontinuierlichen Materialfluss. Radius und Steigungswinkel werden projektbezogen festgelegt.

Sicherheit

In den Gefällestrecken sind Vorlaufsperren angebracht, die ein unkontrolliertes Herabfahren des Laufwagenzuges verhindern. Diese Vorlaufsperren sind elektrisch abgefragt.

Stopper, elektrisch/pneumatisch

Der Stopper dient als Haltestelle für den Laufwagenzug. Er wird an den gewünschten Haltepositionen an der Power-and-Free-Schiene montiert.

Der Stopper öffnet elektromagnetisch bzw. pneumatisch. Er schließt mit Federkraft – unabhängig von der Strom- bzw. Luftversorgung.

Schaltweiche, elektrisch/pneumatisch 

Die Weiche dient zur Lenkung der Laufwagenzüge in der Förderstrecke. Sie wird eingesetzt für Puffer-, Sortier-, Wartungs- und Bearbeitungsstrecken sowie zum Ausschleusen der Fahrzeuge an Be- und Entladestationen. Die Weiche wird elektromagnetisch bzw. pneumatisch geschaltet.

Standard-Abmessungen

  • Radius: 800 mm
  • Winkel: 45°

Sonder-Abmessungen sind möglich.

Pendelweiche

Mit der Pendelweiche wird der Laufwagenzug automatisch wieder in die bestehende Förderstrecke eingeschleust. Es ist keine elektrische Schaltung notwendig.

Standard-Abmessungen

  • Radius: 800 mm
  • Winkel: 45°

Sonder-Abmessungen sind möglich.

Power-and-Free-Wartungsschiene

Die Wartungsschiene bietet den Service-Zugang für die Kardankette und die Laufwagenzüge. Durch die aufklappbare Schienenhälfte können die Kardankette und der Laufwagenzug inspiziert und gewartet werden. Über die Wartungsschiene kann das Wartungspersonal einzelne Kettenglieder oder auch die gesamte Kette austauschen.

Weiterer Vorteil

Es lassen sich hier Laufwagenzüge ein- und ausschleusen.

Schmierstation

Die Schmierstation vereinfacht die bedarfsgerechte Schmierung der Laufflächen für die Laufwagenzüge und die Kardankette. Die Schmierung verhindert einen vorzeitigen Verschleiß der Schienen und Bögen und erhöht somit die Lebensdauer der Anlage.

Als Schmiermittel wird standardmäßig Ceplattin-Fett verwendet. Der Einsatz von betriebseigenen Schmiermitteln ist nach Prüfung ebenfalls möglich.

Schienen-Abhängung für Power-and-Free-Schiene 

Die Schienen-Abhängung dient zum Befestigen der Power-and-Free-Schiene an einer oberhalb bestehenden Stahlkonstruktion.

Die verzinkte Abhängung ist individuell höheneinstellbar und kann Differenzen im vorhandenen Stahlbau ausgleichen.

Laufwagenzug, 2-fach, 3-fach und 4-fach 

Der Laufwagenzug bildet die Transporteinheit für das Fördergut. Durch die kompakte Bauweise und den Einsatz hochwertiger Laufrollen, deren Lager für die gesamte Lebensdauer geschmiert sind, ergibt sich eine hohe Verfügbarkeit.

Der Laufwagenzug setzt sich aus Vorder-, Mittel- und Nachläufer zusammen, die über Traversen miteinander verbunden sind. Beim Transport greift der Mitnehmer der Kardankette in die Klinke des Laufwagenzuges ein; dies bietet auch bei Steig- und Gefällestrecken eine sichere Verbindung.

Technische Daten

  • Laufrollen: Material 100Cr6 mit Härtegrad 50 HRC
  • Klinken: GGG 40
  • Vorder-, Mittel- und Nachläufer als Schweißkonstruktion
    in verzinkter Ausführung

Temperaturbereiche

  • bis max. 150 °C: Füllung mit Staburags-Fett
  • bis max. 250 °C: Füllung mit Barrierta-Fett

Power-Schiene 

Die Schiene dient zur Aufnahme der Kardankette und ist als Walzprofil ausgeführt. Sie zeichnet sich durch ihre robuste Konstruktion und Langlebigkeit aus.

Technische Daten

  • Materialgüte: QSTE 380
  • max. Länge der Einzelschienen: 6000 mm

Power-Bogen, horizontal

Der Horizontal-Bogen dient zur Kurvenlenkung der Förderkette. Er besteht aus gebogenen Schienenhälften, die über Flanschbleche miteinander verbunden sind.

Standard-Abmessungen

  • Radius 800 mm, 1000 mm und 1200 mm
  • Winkel: von 15° bis 90° in Schritten von 15°

Sonder-Abmessungen sind möglich.

Power-Bogen, vertikal

Der Vertikal-Bogen dient zur Überbrückung von Höhenunterschieden im Kettenverlauf. Er besteht aus gebogenen Schienenhälften, die über Flanschbleche miteinander verbunden sind.

Standard-Abmessungen

  • Radius 1200 mm und 1600 mm
  • Winkel: von 15° bis 90° in Schritten von 15°

Sonder-Abmessungen sind möglich.

Power-Wartungsschiene

Die Wartungsschiene bietet den Service-Zugang für die Kardankette.

Durch die aufklappbare Schienenhälfte kann die Kette inspiziert und gewartet werden. Über die Wartungsschiene kann das Wartungspersonal einzelne Kettenglieder oder auch die gesamte Kette austauschen.

Ein-Säulen-Hubstation in Riemenausführung 

Hubstationen verbinden Förderstrecken in unterschiedlichen Ebenen. Darüber hinaus dienen sie als Auf- und Abgabestationen. Der Hubantrieb ist standardmäßig oben auf der Säule angebracht, kann auf Kundenwunsch (Platzgründe, Zugänglichkeit) auch weiter unten an der Hubsäule platziert werden.

Als Zug- und Tragmittel sind mit Stahleinlagen verstärkte Gurte eingesetzt. Das Ein- und Ausfahren der Laufwagenzüge in die Hubstation erfolgt transferlos. Die Kardankette wird aus dem Bereich der Hubstation herausgeführt und der Laufwagenzug mittels einer Klinke, die am Ende des Laufwagenzuges aktiviert wird, in den am Hubbalken montierten Stopper nachgeschoben.

Sicherheit

  • Gurtrisskontrolle
  • Verriegelung der Hubbewegung bei der Wartung

Ein-Säulen-Hubstation in Kettenausführung 

Hubstationen verbinden Förderstrecken in unterschiedlichen Ebenen. Darüber hinaus dienen sie als Auf- und Abgabestationen. Der Hubantrieb ist standardmäßig oben auf der Säule angebracht, kann auf Kundenwunsch (Platzgründe, Zugänglichkeit) auch weiter unten an der Hubsäule platziert werden.

Als Zug- und Tragmittel sind hochwertige Stahlketten eingesetzt. Das Ein- und Ausfahren der Laufwagenzüge in die Hubstation erfolgt transferlos. Die Kardankette wird aus dem Bereich der Hubstation herausgeführt und der Laufwagenzug mittels einer Klinke, die am Ende des Laufwagenzuges aktiviert wird, in den am
Hubbalken montierten Stopper nachgeschoben.

Sicherheit

  • Gurtrisskontrolle
  • Verriegelung der Hubbewegung bei der Wartung

Zwei-Säulen-Hubstation in Riemenausführung 

Hubstationen verbinden Förderstrecken in unterschiedlichen Ebenen. Darüber hinaus dienen sie als Auf- und Abgabestationen. Der Hubantrieb ist standardmäßig oben auf der Säule angebracht, kann auf Kundenwunsch (Platzgründe, Zugänglichkeit) auch weiter unten an der Hubsäule platziert werden.

Als Zug- und Tragmittel sind mit Stahleinlagen verstärkte Gurte
eingesetzt. Das Ein- und Ausfahren der Laufwagenzüge in die Hub-
station erfolgt transferlos. Die Kardankette wird aus dem Bereich der Hubstation herausgeführt und der Laufwagenzug mittels einer Klinke, die am Ende des Laufwagenzuges aktiviert wird, in den am Hubbalken montierten Stopper nachgeschoben.

Sicherheit

  • Gurtrisskontrolle
  • Verriegelung der Hubbewegung bei der Wartung

Schienen-Abhängung für Power-Schiene 

Die Schienen-Abhängung dient zum Befestigen der Power-Schiene an einer oberhalb bestehenden Stahlkonstruktion.

Die verzinkte Abhängung ist individuell höheneinstellbar und kann Differenzen im vorhandenen Stahlbau ausgleichen.

Hubeinrichtung für Wartungszwecke 

Zur Wartung lässt sich die Free-Schiene aus der Förderstrecke absenken. Damit kann der Laufwagenzug für Arbeiten am Lastaufnahmemittel oder am Laufwagenzug selbst aus dem Förderkreislauf herausgenommen werden.

Beim Absenken mit einem zweisträngigen Kettenzug bleibt die Hubschiene standardmäßig ungeführt. Eine Führung ist konstruktiv in unterschiedlicher Form möglich und wird projektspezifisch realisiert.

Seitliche Führung für Lastaufnahmemittel

Die seitliche Führung wird bei Bauteil-Auf- und Abgaben sowie Übergaben eingesetzt. Auch an Montageplätzen kann es erforderlich sein, die Lastaufnahmemittel mit dem Bauteil seitlich zu führen. Die seitliche Führung stellt sicher, dass Arbeiten am Bauteil ohne störende Pendelbewegungen ausgeführt werden können. Sie wird spezifisch auf die jeweilige Anforderung ausgelegt.

Technische Möglichkeiten

  • einseitige oder beidseitige Führung
  • Führung in Bogenbereichen und bei Höhensprüngen

Fixierung für Lastaufnahmemittel

Bei einer automatisierten Auf- und Abgabe von Bauteilen kann es notwendig sein, die Lastaufnahmemittel exakt zu positionieren. Die Fixierung ist am Übergabepunkt fest montiert und stellt sicher, dass z. B. ein Industrieroboter wiederholgenau das Bauteil greifen kann. Sie wird speziell auf die jeweilige Anforderung ausgelegt; die erforderlichen Schnittstellen zur Anlagentechnik werden dabei berücksichtigt.

Technische Möglichkeiten

  • Genauigkeit am Bauteil +/- 2 mm
  • Montage am Boden oder von der Decke hängend
  • mitfahrend in der Hubstation
  • Ausführung: pneumatisch oder elektrisch

SEH-Adapter – kompatibel zu Fremdsystemen

Der Adapter dient zur Erweiterung einer bestehenden kompatiblen Fremdanlage mit den SEH-Standardkomponenten. Er besteht aus einem kurzen Schienenstück, das auf der einen Seite mit einem Flanschblech maßgenau zu den Anlagen mit dem Fremdsystem und auf der anderen Seite mit einem SEH-Standard-Flanschblech zur Erweiterung der Anlage ausgerüstet ist.

SEH liefert und montiert sämtliche Anlagenteile wie z. B. Schienen, Kardanketten, Antriebe, Spannstationen, Weichen, Stopper, Laufwagenzüge etc. Diese können voll kompatibel und gleichwertig in Verbindung mit der bestehenden Anlage betrieben werden.

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